Städtebauliche Entwicklung des Brühl I Erfurt

Auftraggeber
Stadt Erfurt
LEG Thüringen

Zeitraum
1996 – 2003

Erfurt
Oberzentrum | Thüringen
208.200 Einwohner | Stand 1996

Theaterplatz mit Theater und Hotel
Theaterplatz mit Theater und Hotel
Theater und Martinikirche im Hintergrund
Theater und Martinikirche im Hintergrund
Blickbeziehung Martinikirche
Blickbeziehung Martinikirche
Städtebauliches Konzept Brühl
Städtebauliches Konzept Brühl

Aufgabe

Der Brühl ist eine 20 ha umfassende ehemalige Gewerbebrache im Herzen der Stadt Erfurt direkt hinter dem Domberg gelegen. Seit 1993 werden durch die LEG Thüringen die Potentiale des Geländes und vorhandener industrieller Bausubstanz ausgelotet und die Ziele in einem städtebaulichen Rahmenplan (Arup Städtebau) zusammengefasst. Schwierigkeiten in der Umsetzung dieses Rahmenplans führen zu einer Revison der Ziele und Fortschreibung des Rahmenplans durch Städtebau Prof. Ackers, heute ACKERS PARTNER STÄDTEBAU.

Besonders prägende Bauten sollen ebenso erhalten werden wie funktionstüchtige Bausubstanz. Aber nicht alles, was man erhalten wollte, ist tatsächlich auch überlebensfähig. Die Ziele können in den darauffolgenden Jahren durch die begleitende städtebauliche Oberleitung zunehmend konkretisiert werden unter Anpassung an veränderte Erkenntnisse und neue Anforderungen. Über weitere Wettbewerbe werden die Qualitätsansprüche für den Freiraum und die Architektur konkretisiert. Die bedeutsamste Veränderung ist die Positionierung des neuen Theaters im Brühl als Initialzündung für die Quartiersentwicklung und die damit verbundene Aufwertung des Stadtgefüges.Nachdem das Ziel einer inselartigen Sonderentwicklung aufgegeben wird, wird die angrenzende Stadt in das Gebiet entwickelt. Die Grenze des ehemals isolierten Betriebsgeländes ist vielerorts nicht mehr wahrnehmbar. Das Brühl ist vom Fremdkörper zum integralen Bestandteil der Stadt geworden – von einer Barriere zu einem ebenerdigen Stadtquartier mit einer Mischung aus Büro- und Dienstleistungen, Wohnen und Kultur. Grundlegend ist die produktive Zusammenarbeit mit dem städtischen Planungsamt und der LEG Thüringen.